Magendrehung: Gesunder Darm, starke Abwehr

05.09.2017 20:45 | Magen und Darm


Ein gesunder Darm und damit der Verdauungstrakt insgesamt spielen eine enorm große Rolle für die Gesundheit des Hundes. Dies hören Sie seit Jahren von Grafenland. Und nun wird es spannend, denn möglicherweise ist dies an eine genetische Information gekoppelt. Man könnte in der Zukunft Hunde mit einem erhöhten Risiko zu einer Magendrehung identifizieren und über die Ernährung vorbeugend behandeln.

Da es Rassen gibt, die häufiger als andere eine Magendrehung bekommen und die Magendrehung auch innerhalb einer Rasse bei bestimmten Linien häufiger auftritt als bei anderen Linien, kann die Genetik eine Rolle spielen. Deshalb verglich man bei an Magendrehung erkrankten und nicht erkrankten (Kontrollgruppe) Doggen verschiedene Allele des Immunsystems (u.a. auch solche, die man mit einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung (IBD) in Zusammenhang brachte)  und fand dabei 3 auffällige Allele an unterschiedlichen Genorten. Bei allen 3 Genen fand sich ein(e) Allel(variante) besonders häufig bei Doggen, die an einer Magendrehung erkrankt waren und scheinbar ist das Risiko bei Vorliegen eines dieser Allele verdreifacht, irgendwann im Leben eine Magendrehung zu bekommen.

Diese 3 Allele können vielleicht zukünftig bei den Doggen als diagnostischer Marker benutzt werden, um das Risiko einer zukünftigen Magendrehung einzuschätzen. 

Desweiteren war die Darmbakterienpopulation sowohl bei Doggen mit einer Magendrehung als auch bei Doggen mit diesen Risikoallelen verändert.


Der nächste Schritt ist es nun zu untersuchen, ob sich diese Erkenntnis auf andere Rassen übertragen lässt. Finanziert wird die neue Studie von der American German Shepherd Dog Charitable Foundation unter dem Dach des AKC (American Kennel Club). Man erhofft sich das Auffinden eines genetischen Markers über alle Rassen zur Identifizierung von Risikohunden. Und sollten sich die bisherigen Erkenntnisse bestätigen, ließe sich davon eine ganze Reihe von sehr konkreten diätetischen Therapien ableiten.

Womit wir wieder an den Ausgangspunkt des Themas zurückkommen, dass ein starkes Immunsystem und ein gesunder Darm die Voraussetzung für einen gesunden Hund darstellen. 

Links:
http://caninechronicle.com/featured/akc-canine-health-foundation-announces-new-research-to-tackle-bloat-in-dogs/


http://www.akcchf.org/research/research-portfolio/2338.html?referrer=http://caninechronicle.com/featured/akc-canine-health-foundation-announces-new-research-to-tackle-bloat-in-dogs/


http://avmajournals.avma.org/doi/abs/10.2460/ajvr.78.8.934

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