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Kochen Sie selbst für Ihren Hund!

Es gibt gar keinen Grund, es nicht zu tun. Der Aufwand hält sich sowohl zeitlich als auch finanziell sehr im Rahmen. Und wenn Sie ein paar Grundregeln beachten, können Sie sicher sein, dass sie damit nicht nur sich und Ihrem Budget, sondern auch Ihrem Hund einfach Gutes tun.

Kleiner Exkurs: Nicht jeder fühlt sich wohl beim Gedanken an Rohfütterung (BARF). Wenn Sie lieber kochen und ohne Knochen füttern wollen, wird Ihr Hund auch mit frisch gekochten Zutaten in den richtigen Verhältnissen gesund ernährt. Einige Nährstoffe, wie z.B. Vit. C und E oder Mineralstoffe, werden durch das Kochen reduziert. Indem man das Kochwasser dem Hund aber wieder zuführt und grundsätzlich schonend gart, kann man den Nährstoffverlust minimieren. Man kann das Fleisch auch roh oder leicht gegart unter die Portion mischen.

Unsere 3 Grundregeln:

50 : 25 : 25
Vielfalt
das Ca : P -Verhältnis

  Grafenland Nassfutter steht für Frische und hochwertige Qualität der Rohstoffe.  
 
 

Wir füttern mindestens 50% tierische Proteine (Muskelfleisch, Herz, Leber, Niere, Eier, Milchprodukte, Fisch …), davon Leber aber nicht mehr als 5% der Ration. Mindestens 25% machen Gemüse und Obst aus und die restlichen Kohlenhydrate kommen vom Getreide oder dem sogenannten Pseudogetreide und liefern dem Hund schnell verfügbare Energie.

Wir kochen in der Regel für 2 Tage. Wird es mal mehr, frieren wir den Rest ein. Meist haben wir 3 verschiedene Fleisch- oder Fischsorten (beispielsweise Rind, Huhn, Lachs, Pferd) sowie Innereien und Leber vorrätig und wechseln bei der nächsten Bestellung die eine oder andere Fleischsorte aus, denn ein breites Nahrungsangebot stellt eine breite Skala an notwendigen Nährstoffen bereit. Gemüse und Obst liefert im Sommer größtenteils unser Garten; was übrig ist, wird püriert und eingefroren für den Winter. Der Speiseplan sieht u.a. Karotten, Rote Bete, Kohlrabi, Sellerie, Pastinaken, Spinat, Kürbis, Äpfel, Birnen vor. Vom Metzger holen wir uns das frische Sauerkraut. Beim (Pseudo)Getreide wechseln wir von Reis (matschig gekocht) über Hirse, Buchweizen, Couscous und Kartoffeln (auch Kartoffelbrei) gern auch mal zu Haferflocken, die zwar reichlich Fett haben, aber ebenfalls gut verträglich sind und einen hohen Zink-Anteil besitzen. Nudeln werden bei uns auch gern gefuttert.

Bei einer knochenlosen Ernährung sollte das Verhältnis von Calcium zu Phosphor gut austariert sein. Fleisch enthält einen hohen Anteil an Phosphor, aber wenig Calcium. Je mehr Fleisch eine Portion enthält, je mehr Calcium muss hinzugefügt werden. Als grobe Daumenregel auf ein Verhältnis von 50-55% Fleischanteil kann man etwa 800 – 1000mg Calcium auf 500g Selbstgekochtes rechnen (oder ca. 1.100mg – 1.400mg auf 500 g Rohstoffgewicht). Calcium kann man beispielsweise in Form von Eierschalenpulver oder Calciumcarbonat zuführen. Aber Achtung! Die Eierschale enthält ca 38,8% reines Calcium und Calciumcarbonat ca. 36% Calcium. Dh. wir geben etwa 1,7 – 2,3 g Eierschale oder 1,9 – 2,6g Calciumcarbonat auf 500g Rohstoffgewicht. Diese Angaben beziehen sich auf den erwachsenen Hund und nicht auf Junghunde!

Je größer und vielfältiger das Angebot an Rohstoffen ist, umso weniger Nahrungsergänzungsmittel sind notwendig. Calcium allerdings muss immer supplementiert werden, sofern keine Knochen verfüttert werden.

Alles da?

Eine kleine Liste von Nahrungsergänzungsmitteln, die man im Haus haben sollte, wenn man selbst gesund für den Hund kochen möchte.

Calciumcarbonat oder Eierschalenpulver!
1 EL Öl (Fisch-/ Lachsöl, Distelöl, Rapsöl, Leinöl, Nachtkerzenöl, Borretschöl, Walnussöl, Kürbiskernöl …)
ab und an nachträglich zum Selbstgekochten hinzufügen oder auch mal eine kleine Sardine in Öl aus der
Konserve oder eine Omega 3 Kapsel
Hagebuttenpulver für den Vit. C - Kick ab und an
Salz, auch Jodsalz – hin und wieder eine Prise
Kräuter: frisch oder getrocknet – 2 TL ab 40kg pro Tag, in die gekochte Portion (Dill, Petersilie, Basilikum, Schnittlauch … nie alles, aber immer wieder etwas)
Knotentang (Ascophyllum nodosum) - wegen seines Jodgehaltes bitte sparsam verwenden
Bierhefe zur Unterstützung der Haut
Apfelessig ist reich an Spurenelementen
guter Honig

Unsere Nahrungsergänzungen geben wir kurz vor dem Füttern hinzu.



Nun können wir loslegen.

Dieses einfache Rezept hilft Ihnen dabei. Insgesamt dauert die Zubereitung dieser Mahlzeit kaum mehr als 15 Minuten.

Das Gute darin:

500g Rindergehacktes
250g Suppengrün mit Karotte, Sellerie und Petersilie
125g Reis ungekocht
1,5 EL feines Distelöl
2,9g Calciumcarbonat

So schnell und einfach geht das:

Das Suppengrün in kleine Stücke schneiden und im Mixer mit etwas Wasser klein malen.
Den Gemüsebrei in einen Topf geben, für 5 Min. auf kleiner Flamme köcheln lassen.
Das Rindergehackte dazugeben und kurz mitbrühen oder auch roh dazugeben.
Zwischenzeitlich den Reis gut gar kochen.

Hinweis:

Öle sind bis auf wenige Ausnahmen recht hitzeempfindlich. Deshalb geben Sie sie am besten erst nach dem Kochen hinzu, um das Gute im Öl zu bewahren.

Alles in eine Schüssel geben, Distelöl und Calciumcarbonat untermischen.
Etwas auskühlen lassen.

Fertig!

Eine Variante dazu:

Wir nehmen statt Suppengrün 250g Sauerkraut und ergänzen das Ganze mit 1 EL Tomatenmark. Ihr Hund wird es lieben und gesund ist es allemal.

Weitere Rezepte und Vorschläge, wie und was Sie für Ihren Hund gesund selbst zubereiten können, finden Sie nach Ihrer Registrierung in unserem online-shop. Besuchen Sie uns einfach auf www.grafenland.com/shop .

 
 
 


Über uns

Als Grundregel der Hundeernährung gilt für uns Vielfalt in der Ernährung,
damit der Hund mit allem Notwendigen aus möglichst natürlichen Quellen
versorgt wird. Wir haben jedes Menü mit viel Sorgfalt zusammen gestellt.
Unsere ausgesuchten Nahrungskräuter können unbedenklich über einen langen
Zeitraum gefüttert werden und unterstützen die Leberfunktion, Bindegewebe
und das Immunsystem. Alle Zutaten werden offen deklariert. Synthetische
Zusatzstoffe sind nicht enthalten.

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